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Eröffnung des Pokerrooms im Casino Zinnwald - Teil 2: Ein Abend im Casino
Geschrieben am 10. May 2008 von Baxter Bone

Eröffnung des Pokerrooms im Casino Zinnwald - Teil 2: Ein Abend im Casino

Es ist 17:30 Uhr, die Sonne brennt, die Pferde beginnen zu lahmen, die Cowboys erreichen das nette kleine Casino in Zinnwald (zu tschechisch: Cinovec) nahe Dresden. Während die Gegend nicht gerade einladend aussah, mal abgesehen von den vielen netten Mädels entlang der Route E55, die den Cowboys mit Zeichensprache viele Einladungen gemacht haben, war das Casino überraschend angenehm. Ein modernes Gebäude mit kompletter Außenfassade und Leuchtreklame. An der Tür werden die Bone-Brother von einem wirklich bulligen Typen empfangen, der aber recht freundlich scheint und unsere Jungs im perfekten deutsch begrüßt, während er ihnen die Tür aufhält. Wieder ein Pluspunkt! Drinnen ist alles erstklassig hergerichtet. Holz an den Wänden, ein sauberer Teppich am Boden und dezent platzierte kleine Spots leuchten den Cowboys den Weg. Das obere Stockwerk wies Glücksspielangebote von Roulette bis Black Jack aus, während das Erdgeschoß komplett dem Pokersport gewidmet wurde. Zehn Tische standen bereit und als die Cowboys den Raum betraten, kam Tom (der Pokerroommanager) bereits freudig auf Sie zu, um Sie zu begrüßen.

Nach einem kurzen Plausch zeigte Tom unser Hotel, das Golf Resort in Dubi, ca. 7 Km vom Casino entfernt. Also wieder retour, ein paar netten Mädels zurück winken und erstmal auf die Zimmer: duschen. Die Zimmer waren erstklassig eingerichtet. Lediglich die kleinen Schokoladentäfelchen auf den Kopfkissen fehlten. Ist vielleicht in Punkto Wette zwischen Jan und Baxter auch ganz gut so. Zum aktuellen Stand der Wette sei nur soviel verraten: es geht jetzt in die letzen Wochen. Am 27. Mai wird in Las Vegas gewogen und euer Baxter ist schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Die Ernährung ist umgestellt und es wird 2- bis 3-mal in der Woche zum Schwimmen gegangen. Die Pfunde purzeln zwar langsam, aber Euer Baxter ist zuversichtlich. Um 19.00 Uhr ging es dann wieder ins Casino. Die netten Mädels winken immer noch und sogar um 04.00 Uhr am nächsten Morgen sollten noch zwei bis drei da draussen stehen und nett winken. Es ist einfach ein freundliches Land…

Im Casino angekommen, dauerte es auch nicht lange, bis Tom mit einer kleinen Rede den Pokerroom eröffnete. Zuerst wurde ein kleines MTT gespielt. Leider gingen nur knapp 30 Leute an den Start, da der 1.Mai wohl gerade in den sächsischen Breitengeraden ein gaaanz besonderer Feiertag war. Zusätzlich war ja auch noch Vatertag! Der „Kleine" versteht natürlich, dass die ganzen echten Männer an diesem Tag viel lieber die Zeit mit Ihren Kindern verbringen, als zu einer Casinoeröffnung zu fahren. Na ja, eigentlich nicht, aber egal ;) Trotzdem war es ein  Turnier mit einer moderaten Blindstruktur und einem ordentlichen Anfangsstack. Die Anfangsphase verging ohne  und zur ersten Pause lagen Billy und Baxter noch immer auf average. Nach der Pause jedoch wurde es interessant. Bei Baxter am Tisch saßen ein Ihm bekannter solider deutscher Spieler, sowie ein tschechischer Rock. Der Rest der Truppe war extrem loose und einer zeigte deutlich, dass der Begriff Call sein Lieblingswort war. Der Big Stack am Tisch, ein ultra loose aggressive Wrangler, fing gerade wieder an, seine durch den letzten Suckout erworbenen Chips am Tisch zu verteilen, als Baxter zwei Plätze links von ihm, im Bigblind sitzend, entgegen strahlten. Die Calling Station hatte in Middle-Position gelimpt und Mr. Loose auf dem Button bei Blinds von 200/400 auf 1000 geraist. Baxter schaut auf seinen Stack und erblickt knapp 5200 Chips. Ein Raise wäre sicherlich angebracht, Was für ein Blowhardaber da Mr. Loose gerne aggressiv handelt und seine letzten Raises mit einem Baby-As, bzw. mit gemacht hat, will ihn Baxter nicht vertreiben, sondern an dieser Stelle in einen schönen Pot locken. Mr. Call ist natürlich auch dabei und zu dritt sehen sie den Flop. . Fortuna mag Cowboys! Baxter und Mr. Call checken und Mr. Loose setzt 3000 an. Baxter schiebt seine verbleibenden 4,2k in die Mitte. Mr. Call folds (ein nettes Paradoxon), während Mr. Loose sofort nachzahlt. Während Mr. Loose umdreht, beginnt er auch schon zu fluchen, als ihm „der Kleine" lächelnd seine Karten zeigt. Turn und die Sache ist gegessen. Der River ist und die Chips wandern zum großen Cowboy. Mit einem Stack von knapp 12k lässt es sich doch gleich viel besser leben. Am anderen Tisch räumt Billy einen netten kleinen Pot ab und ein Typ beginnt zu meckern. Am Ende meint der Blowhard: „Wenn die Cowboys ins Heads-Up kommen, spendiere ich beiden eine Cola", woruaf hin Billy entgegnete: „Setzt dich Kumpel! Und nur zu deiner Information: in tschechischen Casinos sind non-alcoholic-drinks for free! Aber danke für Deine Einladung!" Leichtes Gelächter an den Tischen und der Typ setzte sich wieder.

Eine knappe Stunde später war es dann soweit und der Final Table lag vor uns. Baxter hatte zu diesem Zeitpunkt knapp 8k eingespielt, während Billy schon weit über 15k vor sich stehen hatte. Nachdem die Blinds auf 500/1000 gestiegen sind kommt es zur letzten Hand von Eurem Baxter. Ein weak-loose Spieler open-raist in Middle-Position auf 3k und „der Kleine" findet im Cutt-off die Snowman (). Bisher hat der Aggressor gerne mit schwachen Assen und kleinen Paaren geraist und auch dieses Mal macht er nicht den Eindruck eine starke Hand zu halten. Da Baxter noch keine Hand am Final Table gespielt hat, wird es langsam Zeit. Mit einem tighten Image und insgesamt 7.600 Chips pusht er All-in. Alle folden bis zum Raiser welcher lange überlegt. Es liegen 12.100 Chips in der Mitte und er muss noch 4.600 bezahlen, hätte dann aber nur noch knapp 3,5k hinten. Nach einigem Gemurmel in seinen nicht existenten Bart schiebt er die 4,6k in die Mitte und dreht um. War wohl nichts mit Fold Equity und tightem Image. Während der Flop sehr schön mit kommt, bringt der Turn die und der River den . Erleichtert schaut er zu Baxter und sagt: „Tja, das ist Poker!" Woraufhin ihm der Cowboy entgegnet: „Manchmal blowhard, manchmal!"

So verließ der erste Cowboy den Tisch, doch der zweite startete einen fürchterlichen Rachezug für seinen Bruder. Billy eliminierte einen Spieler nach dem anderen und erreichte ohne größere Schwierigkeiten das Heads-Up. Als das Heads-Up begann, war Billy bereits massiver Chipleader und führte mit 71k zu 31k. Ihm gegenüber saß ein solider tschechischer Spieler, der Billy zumindest mit etwas Aggression gegenüber trat. Nach einigen kleinen Geplänkeln, kommt es dann zur entscheidenden Hand. Billy sitz auf dem Button (im Small Blind) und findet . Die Blinds liegen bei 1000/2000 und Billy raist auf 6k. Der Tscheche callt und der Flop kommt mit . Sein Gegenspieler checkt und Billy spielt 10k an. Nach kurzem überlegen schiebt der Tscheche seine restlichen 32k in die Mitte und ist All-in. Billy nimmt seine Sonnenbrille ab und fängt an den Blowhard zu bearbeiten, der aber kein Wort herausrückt. Er fängt aber an sich auf dem Stuhl immer wieder etwas zu bewegen, als sei es ihm unangenehm zu warten. Nach ungefähr drei bis vier Minuten entscheidet sich Billy zum Call. Während „der Müde" die 22k in die Mitte stellt, dreht der Tscheche um. Billy ist knapper Favorit mit 46,5% zu 42,5 %, während es in 11% aller Fälle zu einem Splitpot kommt. Der Turn ist die und Billys Vorsprung wächst auf 68% zu 25% (7% Splitpot). Der River spült die an und der Tscheche gewinnt mit seinem Flush. Der Dealer hat noch gar nicht die Chips rübergeschoben, da versucht er Billy intensiv zu einem Deal zu überreden. Das Chipverhältnis beträgt nun 26k zu 76k gegen Billy und in 2 Minuten Ein harter Wegsteigen die Blinds. Billy fragt also wie der Deal denn aussehen solle und der Tscheche antwortet ihm: „Fifty-Fifty". Diesen Deal kann auch ein Billy B0ne nicht abschlagen und so einigen sich die beiden auf einen Deal. Der Tscheche scheint ziemlich erleichtert zu sein, was Euer Baxter verstehen kann.

Danach ging es für die Cowboys rüber an den Cashgame-Table. Hier passierte nichts spektakuläres, außer das die Zeit verrann. Die Spieler dort sind von ordentlicher Qualität, wenn auch der eine oder andere noch an seinem Spiel und vor allen Dingen an seiner Körpersprache arbeiten sollte. Morgens um 04.00 Uhr ging es dann zurück ins Hotel. Hier wurde aber nicht geschlafen, sondern nur kurz die Sachen gepackt und schon ging es weiter mit dem Auto nach Regensburg zurück. Dort hatten die Cowboys um 10.00 Uhr ihren nächsten Termin, bevor sie bereits um 12.00 Uhr nach Köln aufbrechen mussten. Also Gäule kurz in den Stall - Hafer, Striegeln und neue Hufeisen und dann wieder in den Sattel. Giga TV hatte mit Ihrer Pokernight nach den Cowboys gerufen und so waren Sie wieder unterwegs. Nur dieses Mal nicht in den Sonnenuntergang entgegen, sondern entgegengesetzt dem Sonnanaufgang. Mehr zu Giga und dem osmanischem Stranger folgt im nächsten Blog.

  

 

Zum Abschluss möchte Euch Baxter natürlich nicht den Eisbären vorenthalten. Bitte nur dort ansehen, wo Ihr „Auffallen“ dürft, denn es besteht wieder Lachflashgefahr.

 

So ungefähr fühlten sich die Cowboys Freitagnacht um 01.00 Uhr

 

So long for today: Beef:

Euer Baxter Bone.

Beef the blowhard by hook or crook:

 



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